Entwickle einen professionellen Blick auf weibliche Entwicklungsprozesse, für den du fachlich stehen kannst.
Die Archetypenkompass®-Ausbildung für Beraterinnen, Coaches und Therapeutinnen, die ihre Arbeit diagnostisch vertiefen, klar spezialisieren und auch komplexe Veränderungsprozesse sicher führen wollen.
Institut für Rollenentwicklung
Im Zentrum unserer Arbeit steht die Frage, welche Rollen Frauen in Beruf, Familie und Beziehungen einnehmen, warum sie darin gebunden bleiben und was es braucht, damit ein tragfähiger Rollenwechsel möglich wird.
Der Archetypenkompass® macht diese Rollenwechsel und Entwicklungsprozesse sichtbar und gibt Beraterinnen eine Landkarte, um sie differenziert zu erkennen und professionell zu begleiten.
Was sich durch die Ausbildung in deiner Arbeit verändert
Du entwickelst diagnostische Kompetenz
Du lernst, auch in komplexen Fällen systematisch zu erkennen, was wirklich relevant ist, welcher Entwicklungsprozess gerade stattfindet und warum du an einer bestimmten Stelle intervenierst.
Du entwickelst eine klare Spezialisierung
Du baust eine fundierte Expertise für weibliche Übergangs- und Entwicklungsprozesse auf und kannst klarer benennen, wofür du als Beraterin fachlich stehst.
Du entwickelst deinen eigenen professionellen Blick
Der Archetypenkompass® gibt dir eine Landkarte, mit der du dein vorhandenes Wissen ordnest, Interventionen gezielter einsetzt und zunehmend eine eigene Arbeitsweise entwickelst.
Woran erkennst du, was in einer Beratung gerade wirklich entscheidend ist?
Vielleicht hast du bereits Coaching-, Beratungs- oder therapeutische Ausbildungen absolviert.
Vielleicht arbeitest du systemisch, traumasensibel, psychologisch oder mit anderen fundierten Ansätzen.
Und vielleicht funktioniert vieles davon bereits gut.
Du fragst dich wahrscheinlich nicht: Welche Methode fehlt mir noch?
Sondern: Wie entscheide ich systematisch, worauf es in diesem Fall wirklich ankommt?
Wie erkenne ich, welche Dynamik hinter einem Verhalten wirkt?
Wie erkenne ich den nächsten notwendigen Entwicklungsschritt?
Wie weiß ich, welche Intervention an welcher Stelle sinnvoll ist?
Und wie entwickle ich einen professionellen Blick, der mir auch in komplexen Fällen Orientierung gibt?
Genau diese diagnostische Sicherheit entwickelst du in der Archetypenkompass®-Ausbildung.
Die Ausbildung setzt an unterschiedlichen Punkten deiner professionellen Entwicklung an. Sie ist für dich, wenn du …
bereits fachliches Wissen oder erste Ausbildungen mitbringst und jetzt den Schritt in eine professionelle Beraterinnenrolle gehen möchtest.
Menschen bereits begleitest oder erste Beratungserfahrung sammelst, dir aber noch ein klarer roter Faden fehlt, an dem du dich auch in komplexeren Gesprächen orientieren kannst.
dir mehr Sicherheit darin gewinnen möchtest, was in einem Fall wirklich relevant ist, worauf du achten solltest und wie du daraus den nächsten sinnvollen Schritt ableitest.
nicht immer neue Methoden sammeln möchtest, sondern dein vorhandenes Wissen zu einer klaren und systematischen Arbeitsweise verbinden willst.
deine Beratung zunehmend verbindlich, professionell und mit einem klaren fachlichen Rahmen anbieten möchtest.
dich auf weibliche Übergangs- und Entwicklungsprozesse spezialisieren und klarer benennen möchtest, wofür du als Beraterin stehst.
bereits Beratungserfahrung mitbringst und deinen diagnostischen Blick noch präziser, differenzierter und reproduzierbarer entwickeln möchtest.
Stimmen aus der Archetypenkompass®-Ausbildung
Wie sich die Arbeit unserer
Teilnehmerinnen verändert hat
Teilnehmerinnen verändert hat
Die Dynamik hinter dem Veränderungsproblem erkennen.
Ausgangslage
Durch die Ausbildung
Dabei muss ich keine Lösungen für sie parat haben. Ich kann den Raum halten, bis sie bereit sind, den nächsten Schritt zu gehen. Besonders verändert hat sich dadurch auch meine eigene Rolle: Ich brauche niemanden mehr zu retten und stehe nicht länger unter dem Druck, sofort eine Lösung anbieten zu müssen.“
Vom Erklären zum wirklichen Begleiten.
Ausgangslage
Durch die Ausbildung
Durch die Ausbildung habe ich verstanden, dass Beratung etwas ganz anderes bedeutet.
Heute bleibe ich viel bewusster beim Status quo, gehe langsamer vor und schaue gezielt, wo es überhaupt notwendig ist, in die Vergangenheit zu gehen. Ich führe die Menschen wirklich durch ihren eigenen Prozess, ohne ihnen etwas aufzudrücken.
Dadurch sind meine Beratungen für mich deutlich ruhiger und weniger anstrengend geworden und gleichzeitig viel wirksamer.
Nach einer Übungsberatung sagte eine erfahrene Beraterin zu mir: ‚Wow, das hat wirklich Hand und Fuß, was du da machst. Mach dich selbstständig.‘ Das hat mir noch einmal gezeigt, wie viel klarer ich bereits geworden bin.“
Die Motivation hinter dem Verhalten verstehen.
Ausgangslage
Durch die Ausbildung
Durch den Archetypenkompass® verstehe ich heute viel klarer, welche Motivation hinter einer Rolle liegt und welche Prägungen und Schutzmechanismen dabei wirken.
Ich kann immer mehr Rollen in den Erzählungen meiner Patientinnen heraushören.
Das macht die weitere Anamnese deutlich einfacher und gibt mir ein viel größeres Verständnis dafür, warum jemand so handelt, wie er handelt.
Besonders die Klarheit in der Differenzialdiagnostik ist für mich unglaublich wertvoll.“
Von intuitivem Arbeiten zu diagnostischer Klarheit.
Ausgangslage
Durch die Ausbildung
Dadurch wird es für mich mit jeder Anwendung klarer.
Die Rollen und die dahinterliegenden Bewegungen werden immer lebendiger und ich kann sie viel besser in meinen Beratungen einsetzen.
Mir fällt es leichter, mich selbst innerhalb einer Beratung zu beobachten. Ich merke meine eigenen Kipppunkte früher, meist schon bevor sie eintreten, und kann bewusster damit umgehen.
Meine Arbeit hat dadurch für mich deutlich mehr Struktur bekommen. Ich begleite inzwischen eigene Klientinnen und merke, dass wirklich Entwicklung stattfindet. Eine meiner Klientinnen hat die Zusammenarbeit sogar verlängert, weil sie selbst spürt, was sich dadurch verändert.
Das gibt mir heute deutlich mehr Sicherheit und innere Ruhe in meiner Arbeit.“
Mehr Präsenz, Klarheit und Sicherheit in der Beratung.
Ausgangslage
Durch die Ausbildung
Ich konnte Menschen gut begleiten, doch in mir gab es noch Phasen von Unsicherheit:
Bin ich klar genug? Halte ich die Tiefe wirklich stabil?
Wo endet mein Raum, wo beginnt der des Gegenübers?
Heute bin ich weniger mitgehend und deutlich präsenter in der Führung. Ich halte mehr Raum in der Beratung, ohne mich zu verausgaben, und bleibe klar bei dem, was wirklich dran ist, auch wenn es unbequem wird."
Den roten Faden erkennen und halten.
Ausgangslage
Durch die Ausbildung
Anne zeigt auf eine unglaublich klare und strukturierte Weise, wie man den roten Faden in einer Beratung hält, ohne dem Klienten vorschnell Lösungen oder Ratschläge vorzugeben. Durch genaues Zuhören, die Arbeit mit den Karten und sehr gezielte Fragen entsteht nach und nach ein stimmiges Gesamtbild.
Dabei wird sichtbar, was den Menschen in seiner heutigen Situation wirklich beschäftigt, wo ein Thema möglicherweise seinen Ursprung hat und welcher nächste Entwicklungsschritt ansteht, ohne sich in der Vergangenheit zu verlieren.
Besonders wertvoll ist für mich zu erleben, wie Anne Stille aushält und dem Klienten den Raum gibt, selbst zu erkennen, was in ihm arbeitet. Diese Stille ist nicht leer. In ihr entstehen Gefühle, Gedanken, Intuition und schließlich oft eine ganz eigene Lösung. Schon nach kurzer Zeit merke ich, dass sich dadurch auch meine eigene Haltung als Beraterin verändert.
Ich werde ruhiger, klarer und sicherer. Ich muss nicht sofort eine Antwort haben oder etwas für mein Gegenüber lösen. Ich lerne, präsent zu bleiben, den Prozess zu halten und darauf zu vertrauen, dass echte Erkenntnis aus dem Menschen selbst entstehen kann.
Für mich ist diese Ausbildung deshalb weit mehr als die Vermittlung eines Tools. Sie eröffnet eine neue Form des Denkens, Fühlens und Beratens und unterstützt mich dabei, wirklich in eine neue professionelle Rolle hineinzuwachsen.
Eine Methode, die Wissenschaft und innere Erfahrung miteinander verbindet.
Ausgangslage
Durch die Ausbildung
Deshalb war ich auf der Suche nach einer Methode, die diese Ebene auf professionelle, strukturierte und nachvollziehbare Weise ergänzt. Im Archetypenkompass von Anne Vonjahr habe ich genau das gefunden.
Besonders beeindruckt mich, dass zyklisches und archetypisches Denken mit einer klaren Methodik, hoher Professionalität und großer Wertschätzung vermittelt wird.
Für mich verbindet diese Ausbildung zwei Welten: die wissenschaftliche Fundierung meiner psychotherapeutischen Arbeit mit einem tiefen Verständnis für die symbolische Sprache der Seele.
Sie erweitert meinen Blick auf den Menschen und bereichert meine therapeutische Arbeit auf eine Weise, die ich als äußerst wertvoll empfinde: Ganz konkret schenkt mir der Archetypen-Kompass eine zusätzliche Landkarte für Entwicklungsprozesse.
Er hilft mir, innere Dynamiken und Übergänge noch klarer zu erkennen und dort Worte und Bilder zu finden, wo rein rationales Verstehen manchmal an seine Grenzen stößt. Das erweitert meine Möglichkeiten, Menschen auf ihrem Weg achtsam und individuell zu begleiten.
Ich bin dankbar, diese Methode bei Anne lernen zu dürfen. Sie ergänzt meine therapeutische Arbeit nicht als Alternative zur Wissenschaft, sondern als sinnvolle Erweiterung – dort, wo die Seele in Bildern spricht und der Verstand allein nicht mehr ausreicht.
Diese Kompetenzen stehen im Zentrum der Ausbildung
Komplexe Fälle diagnostisch strukturieren
Wiederkehrende Entscheidungslogiken erkennen
Diagnostische Hypothesen bilden, überprüfen und korrigieren
Entwicklungsschritte erkennen
Interventionen aus der Diagnostik ableiten
Die eigene Rolle im Beratungsprozess reflektieren
Weibliche Entwicklungsprozesse als fachliche Spezialisierung kennenlernen
Die drei Säulen der Ausbildung
Die Landkarte – finde den roten Faden
Du lernst die 30 Rollen des Archetypenkompass® nicht einfach als weiteres Modell kennen.
Die Landkarte gibt dir eine Struktur, mit der du beginnen kannst, das, was deine Klientin erzählt, zu ordnen und diagnostisch einzuordnen.
Du lernst zu erkennen:
- welche innere Logik sich durch unterschiedliche Themen zieht.
- was den bisherigen Zustand deiner Klientin aufrechterhält.
- wo sie in ihrem Entwicklungsprozess gerade steht.
- welcher nächste Entwicklungsschritt tatsächlich ansteht.
So entsteht aus einzelnen Themen zunehmend ein Zusammenhang und ein roter Faden, an dem du dich im Beratungsprozess orientieren kannst.
Die Werkstatt – entwickle Sicherheit im Beraten
In der Werkstatt wird aus der Landkarte praktisches Beratungshandwerk.
An konkreten Fällen trainierst du gemeinsam mit Anne, genauer hinzuhören, relevante Informationen von Nebenspuren zu unterscheiden und Schritt für Schritt diagnostische Hypothesen zu entwickeln.
Du lernst nicht nur, was du beobachten kannst, sondern auch, wie du daraus entscheidest:
- Wo frage ich weiter?
- Was ist gerade wirklich relevant?
- Welche Hypothese ist tragfähig?
- Welche Intervention passt an dieser Stelle?
- Was mache ich, wenn ich die Antwort noch nicht sofort kenne?
Mit der Zeit entsteht daraus eine Sicherheit, die nicht darauf beruht, immer sofort die richtige Antwort zu haben – sondern darauf, zu wissen, wie du sie im Prozess herausfinden kannst.
Wenn du bereits länger berätst, hilft dir dieselbe Werkstatt dabei, dein bisheriges Vorgehen stärker zu systematisieren, deine diagnostischen Entscheidungen zu überprüfen und deinen eigenen fachlichen Blick weiter zu verfeinern.
Die Beraterinnenschwelle – wachse in deine professionelle Rolle
Vielleicht hast du bereits viel gelernt. Vielleicht hast du erste Menschen begleitet oder sogar schon Beratungen gegeben.
Und trotzdem gibt es einen Unterschied zwischen:
„Ich möchte als Beraterin arbeiten.“
und
„Ich bin Beraterin.“
An dieser Schwelle geht es nicht mehr nur darum, weiteres Wissen zu erwerben.
Es geht darum, deine Rolle als Beraterin bewusst einzunehmen und professionell auszugestalten: einen klaren fachlichen Rahmen zu setzen, Verantwortung für den Beratungsprozess von der Verantwortung deiner Klientin zu unterscheiden, deine eigenen Grenzen zu kennen und deine Arbeit zunehmend verbindlich zu vertreten.
In der Beraterinnenschwelle schauen wir deshalb nicht nur auf die Klientinnen, sondern auf die Entwicklungsanforderungen für Beraterinnen.
Damit die Sicherheit, die du fachlich entwickelst, mit der Zeit auch zu einer professionellen Identität wird, die du tatsächlich lebst.
Und auch wenn du bereits länger als Beraterin arbeitest, endet diese Entwicklung nicht. Neue Schwellen entstehen beispielsweise, wenn du dich spezialisierst, komplexere Prozesse übernimmst, sichtbarer wirst oder zunehmend eine eigene fachliche Arbeitsweise entwickelst.


Über Anne Vonjahr:
Als fachliche Leiterin des Schweizer Instituts für Rollenentwicklung begleitet Anne Vonjahr Beraterinnen dabei, ihre Erfahrung und ihr Wissen zu einer klaren, systematischen Vorgehensweise zu verbinden.
In der Ausbildung macht sie ihren diagnostischen Denkprozess nachvollziehbar: Worauf achtet sie im Gespräch? Welche Dynamik könnte hinter dem geschilderten Verhalten wirken? Wie überprüft sie ihre Einschätzung? Und wie leitet sie daraus ab, welcher nächste Entwicklungsschritt und welche Intervention sinnvoll sind?
Dabei wird eine Denk- und Arbeitsweise nachvollziehbar, die aus tausenden realen Beratungsprozessen entstanden ist.
Aus langjähriger Beratungserfahrung entstanden
Seit über zwanzig Jahren begleitet Anne Vonjahr Frauen und seit 16 Jahren bildet sie Beraterinnen aus. Dabei begegnete ihr immer wieder dieselbe Beobachtung:
Viele Frauen verstanden ihre Muster und Zusammenhänge bereits sehr gut und blieben trotzdem an denselben Schwellen stehen.
Aus dieser Erfahrung entwickelte sie den Archetypenkompass® und die dazugehörige Methodik. Sie geben Beraterinnen eine Landkarte, um wiederkehrende Dynamiken einzuordnen, die Rolle hinter einem Verhalten genauer zu untersuchen und daraus Hypothesen über den nächsten Entwicklungsschritt abzuleiten.
Ihren Blick für Rollen prägte ursprünglich ihr Schauspielstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. In der Beratung wurde daraus eine zentrale Frage: Welche Rolle hält eine Frau in ihrem bisherigen Zustand fest und was braucht sie, um darüber hinauszuwachsen?
Ihr Anspruch als fachliche Leiterin ist, Beraterinnen darin zu schulen, solche Fragen präzise zu untersuchen, statt vorschnell Antworten zu geben und aus ihren Beobachtungen tragfähige diagnostische Hypothesen für die weitere Arbeit zu entwickeln.
Dein Ausbildungsrahmen
So ist deine Ausbildung aufgebaut
Live lernen, praktisch anwenden und Schritt für Schritt mehr Sicherheit in deiner Arbeit als Beraterin entwickeln.
Live-Begleitung
36 Live-Einheiten
jeweils ca. 3 Stunden live online über Zoom persönlich von Anne Vonjahr geleitet Du entwickelst deinen Blick im direkten Austausch und an konkreten Fällen.
Lernrhythmus
Alle 14 Tage
Zwischen den Live-Einheiten hast du bewusst Zeit, das Gelernte zu vertiefen, weiterzudenken und – wo möglich – praktisch anzuwenden. So kann sich durch wiederholtes Anwenden und Reflektieren zunehmend Sicherheit entwickeln.
Praxistransfer
Vom Wissen zur Anwendung
Zwischen den Einheiten hast du Zeit, das Gelernte zu vertiefen, an eigenen oder eingebrachten Fällen weiterzudenken und – wenn du bereits berätst – in deiner eigenen Praxis anzuwenden. So bleibt das Gelernte nicht bei theoretischem Verständnis, sondern wird in der Werkstatt immer wieder auf konkrete Beratungssituationen bezogen.
Alle Live-Einheiten werden aufgezeichnet
Du musst nicht bei jedem Termin live dabei sein. Du kannst verpasste Einheiten in Ruhe nachholen und wichtige Inhalte jederzeit erneut ansehen und vertiefen.
Die Ausbildung ist bewusst so aufgebaut, dass du nicht möglichst schnell möglichst viel Wissen sammelst. Du hast Zeit, deinen diagnostischen Blick zu schulen, Zusammenhänge zunehmend sicherer zu erfassen und das Gelernte immer wieder an konkreten Fällen zu überprüfen.
Häufig gestellte Fragen:
Die Ausbildung richtet sich sowohl an Frauen, die bereits professionell beraten, coachen oder therapeutisch arbeiten, als auch an Frauen, die fundiertes Wissen, erste Ausbildungen oder Erfahrung in der Begleitung von Menschen mitbringen und den Schritt in eine professionelle Beraterinnenrolle gehen möchten.
Entscheidend ist nicht, wie viele bezahlte Beratungen du bereits durchgeführt hast, sondern dass du dich ernsthaft mit der professionellen Begleitung von Frauen auseinandersetzen und das Beratungshandwerk erlernen oder vertiefen möchtest.
Wenn du noch am Anfang deiner Beratungstätigkeit stehst, gibt dir die Ausbildung von Beginn an eine diagnostische Struktur und einen fachlichen Rahmen, an dem du dich orientieren kannst. Wenn du bereits länger berätst, kannst du deinen bestehenden Blick systematisieren, diagnostisch vertiefen und deine Arbeit gezielter auf weibliche Entwicklungsprozesse spezialisieren.
Wenn du bereits mit Menschen arbeitest, geht es für dich weniger darum, Beratung grundsätzlich zu lernen, sondern darum, deinen bestehenden fachlichen Blick zu vertiefen, zu systematisieren und um eine klare Perspektive auf weibliche Rollen- und Entwicklungsprozesse zu erweitern.
Du trainierst, diagnostische Hypothesen zu bilden und zu überprüfen, komplexe Fälle zu strukturieren und daraus begründet abzuleiten, welche Intervention an welcher Stelle sinnvoll sein könnte.
Deine bisherigen Methoden und Erfahrungen musst du dafür nicht hinter dir lassen. Der Archetypenkompass® gibt dir eine rollendiagnostische Landkarte, mit der du einordnen kannst, was in einem Beratungsprozess gerade geschieht und aus welcher Entwicklungslogik heraus du weiterarbeitest.
Ja. Alle Live-Module finden online über Zoom statt.
Die Zugangsdaten erhältst du rechtzeitig vor Beginn der Ausbildung.
Alle Live-Module werden persönlich von Anne Vonjahr geleitet.
Dadurch arbeitest du während der gesamten Ausbildung direkt mit der Entwicklerin des Archetypenkompass®-Modells und profitierst von ihrer langjährigen Erfahrung.
Ja. Alle Live-Calls werden aufgezeichnet und stehen dir während der Ausbildungszeit sowie für den vereinbarten Zugriffszeitraum zur Verfügung. So kannst du Inhalte jederzeit in deinem eigenen Tempo nacharbeiten oder einzelne Themen später noch einmal vertiefen.
Die Archetypenkompass®️-Methodik entstand aus der langjährigen Begleitung und Beobachtung von Frauen. Sie berücksichtigt die besonderen Entwicklungsaufgaben, Rollenwechsel und Loyalitätskonflikte, denen Frauen im Laufe ihres Lebens häufig begegnen.
Deshalb richtet sich diese Ausbildung bewusst an Frauen, die andere Frauen professionell begleiten möchten.
Neben den Live-Calls empfehlen wir, regelmäßig Zeit für die Vor- und Nachbereitung sowie für praktische Übungen einzuplanen. Denn die Rollendiagnostik entwickelt sich vor allem durch die Anwendung an realen Fällen und die Reflexion der eigenen Wahrnehmung.
Die Ausbildung berechtigt dich zur Anwendung des Archetypenkompass® in beratenden Kontexten, nicht jedoch dazu, die Methode selbst zu lehren, auszubilden oder unter eigener Bezeichnung weiterzuvermitteln.
Erhalte ich nach Abschluss der Ausbildung ein Zertifikat?
Ja. Nach Abschluss der Ausbildung erhältst du ein Teilnahmezertifikat über die absolvierte Archetypenkompass®️-Methodik-Ausbildung.
Anne Vonjahr
Was sich verändert, wenn eine Frau ihre Rolle verlässt
Eine Rolle von innen verstehen
Schon in meinem Schauspielstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz haben mich Rollen auf eine Weise beschäftigt, die mich bis heute prägt.
Ich habe mich immer als Verteidigerin des Charakters verstanden, den ich auf der Bühne verkörpern durfte. Meine Aufgabe war für mich nicht, eine Figur von außen zu beurteilen, sondern so tief in ihre innere Welt einzutauchen, dass ich ihre Entscheidungen verstehen und von innen heraus vertreten konnte – gerade dort, wo sie unter Druck geriet, in Konflikte kam oder Entscheidungen traf, die von außen vielleicht schwer nachvollziehbar waren.
Besonders interessiert haben mich diese Momente der Zuspitzung. Denn dort zeigt sich, was eine Figur wirklich bindet, wofür sie kämpft, was sie nicht aufgeben kann und welche Entscheidung ihr überhaupt möglich erscheint.
Gerade unter Druck wird sichtbar, welcher inneren Logik eine Rolle folgt und warum sie nicht einfach anders handeln kann.
Viele Jahre später begegnete mir die Frage nach Rollen in meiner Beratungsarbeit auf einer anderen, viel existenzielleren Ebene wieder:
Welche Rolle nimmt eine Frau in ihrem Leben ein? Warum hält sie an dieser Rolle und ihrer Entscheidungslogik fest, selbst dann, wenn sie längst von einem anderen Leben träumt? Und was geschieht, wenn sie beginnt, ihre Position wirklich zu verlassen?
Ein Rollenwechsel verändert mehr als eine Frau
In vielen Jahren der Arbeit mit Frauen habe ich erlebt, dass an solchen Schwellen oft sehr viel mehr für sie auf dem Spiel steht als eine persönliche Entscheidung.
Wenn eine Frau ihre Rolle wechselt, verändert sich häufig auch etwas in ihren Beziehungen, ihrer Familie oder ihrem beruflichen Umfeld. Eine Rolle, die lange funktioniert hat, existiert nicht für sich allein. Andere Menschen haben sich auf sie eingestellt, Beziehungen haben sich um sie herum organisiert, Erwartungen und Loyalitäten sind entstanden.
Was steht für sie auf dem Spiel, wenn sie die alte Rolle verlässt? Und was braucht es, damit eine neue Richtung in ihrem Leben nicht nur möglich, sondern auch tragfähig wird?
Genau deshalb ist der Rollenwechsel zu einem zentralen Gegenstand meiner Arbeit geworden.
Warum ich mich auf die Arbeit mit Frauen spezialisiert habe
Meine Spezialisierung auf Frauen ist daraus gewachsen, dass ich in meinem eigenen Leben, im Leben der Frauen meiner Familie und in meinen Beratungsräumen immer wieder erlebt habe, wie sehr weibliche Sozialisation den Handlungsspielraum von Frauen und damit auch ihre Möglichkeiten zur Veränderung prägen kann.
Wenn eine Frau sich verändert, findet diese Veränderung nicht außerhalb dieser Bedingungen statt.
Ich wollte deshalb eine Ausbildung schaffen, in der Frauen lernen, Frauen zu begleiten – und in der die Bedingungen weiblicher Entwicklung nicht ein zusätzlicher Aspekt unter vielen sind, sondern im Zentrum stehen.
Denn in meiner langjährigen Arbeit habe ich immer wieder erlebt, dass genau diese Ebene auch in Beratungsräumen unsichtbar bleiben kann: Eine Frau wird als Einzelne betrachtet, ihre Veränderung als individuelle Aufgabe – während die Beziehungen, Rollen und Ordnungen, innerhalb derer diese Veränderung stattfinden muss, zu wenig Beachtung finden.
Mit dem Institut für Rollenentwicklung möchte ich dazu beitragen, genau das sichtbar und für professionelle Beratung zugänglich zu machen.